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Ruhiger Schlaf durch Schlaftabletten – macht das Sinn?

Wer in der Nacht nicht ausreichend entspannt schlafen kann, der fühlt sich am nächsten Morgen wie gerädert. Es ist kein Geheimnis, dass Schlaf nicht einfach nur ein Mittel zum Zweck, sondern notwendig für das körperliche Wohlbefinden ist. Doch wer nicht in den Schlaf findet, der kann davon auch nicht profitieren. Immer mehr Menschen greifen daher zu einem Schlafmittel. Doch ist das wirklich die richtige Lösung?

Schlaftabletten und ihre Wirkung

Der Griff zur Schlaftablette ist schnell getan, doch was bewirkt sie eigentlich im Körper? Schlaftabletten sind so konzipiert, dass sie den Körper herunterfahren. Die Muskeln erschlaffen, der Geist kommt anscheinend zur Ruhe und die Augen fallen einfach zu. Was im ersten Moment eine große Erleichterung darstellt, ist jedoch nur ein Auszug der ganzen Geschichte. Tatsächlich wird es erst am nächsten Morgen deutlich, warum die Schlaftabletten nichts bringen. Denn wer sie genommen hat, der ist nicht etwa deutlich erholter und ausgeruhter. Stattdessen wacht er mit einem Nebel im Kopf auf, ein Gefühl der Benommenheit macht sich breit und manchmal können Schlaftabletten auch die Erinnerungen verschwimmen lassen.

Das Problem bei den Schlaftabletten liegt aber nicht nur in der chemischen Zusammensetzung. Generell sind Einschlafhilfen ein mögliches Suchtmittel. Wer bisher nicht gut schlafen konnte, durch Baldrian und Co. aber endlich zur Ruhe gekommen ist, der wird schnell davon ausgehen, dass es ohne nicht mehr geht. Die Abhängigkeit entsteht im Geist – nicht unbedingt im Körper. Allerdings ist auch der Einfluss von Schlafmitteln auf das Schnarchen nicht zu vergessen. Die Schlafmittel entspannen den Körper und die Muskeln, sie erschlaffen und das Schnarchen nimmt wieder zu. Durch die Benommenheit wird der Betroffene von seinem eigenen Schnarchen jedoch nicht wach und kann somit nichts dagegen tun. Der Erholungsfaktor beim Schlaf ist gleich Null. Schlaftabletten sind also keine Lösung, auch nicht für einen kurzen Moment. Es ist wichtig, sich mit den Faktoren zu beschäftigen, die als Auslöser für den unruhigen oder fehlenden Schlaf gesehen werden können.

Der stressige Alltag und seine Folgen

Wer in sich geht der wird schnell feststellen, dass seine Schlafprobleme vor allem darauf beruhen, nicht zur Ruhe zu kommen. Das Gedankenkarussell ist eine Problematik, mit der sich heute schon junge Menschen beschäftigen. Habe ich für die Arbeit alles fertig vorbereitet? Was muss ich morgen einkaufen? Wie sieht der Terminplan für die nächsten Tage aus? Diese und andere Fragen kommen uns erst in den Sinn, wenn wir im Bett liegen und eigentlich abschalten sollten. Der Alltag heute ist geprägt von Stress. Zu viel Arbeit und Verpflichtungen bei zu wenig Zeit zeigen eine Problematik auf, die viele Menschen betrifft. Doch was lässt sich ändern? Ein gut strukturierter Tagesablauf, eine Reduzierung der Termine sowie Rituale am Abend sind die beste Möglichkeit, um gegen Schlafprobleme vorgehen zu können. Nicht immer lassen sich die Termine jedoch anders legen oder der Stress auf Arbeit senken. Dennoch können die Rituale am Abend eingehalten werden. Eine kleine Runde Yoga, ein warmes Bad oder eine heiße Dusche, vielleicht noch ein Kapitel im Buch – es gibt viele Wege, die Gedanken zum Schweigen zu bringen und dabei auf Chemie zu verzichten.

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